Fütterung (und Pflege) – der Schlüssel zum Aufbau eines widerstandfähigen, wenig krankheitsanfälligen Körpers

Barfen/Frischfutter, selbst kochen, Dosen- oder Trockenfutter? Leckerlis ja oder nein, und wenn ja, welche? Wie oft füttern? Fastentage?… Im Dschungel der Fütterungsempfehlungen können sich Tierhalter leicht verlaufen. Ich erkläre Ihnen die biologischen Hintergründe sowie Vor- und Nachteile der verschiedenen Ernährungsformen und finde mit Ihnen zusammen das geeignete Futter für Ihr Tier.

In erster Linie orientiere ich mich dabei an den wilden Verwandten unserer Haustiere, sehe aber kritisch, deren Ernährungsgewohnheiten generell auf unsere Haustiere und ihre völlig anderen Lebensumstände zu übertragen. Nur weil z.B. ein Wolf nicht öfters als ein Mal am Tag Jagderfolg hat und frisst, heißt das für mich nicht, dass wir unseren Hunden auch diese Vorgabe machen müssen. Bei der heutigen Beanspruchung vieler Tiere im Alltag halte ich es sogar eher für gefährlich, sie längere Zeit hungern zu lassen – ein Wolf spart sich Energiereserven lange auf und verbringt einen Großteil seines Tages mit Ruhen, und wenn der Hunger ihn wieder auf die Jagd treibt, kann er sich hinterher meist satt oder sogar überfressen.

Der Fleischfresserin Katze Futter mit hohen Kohlenhydratanteilen zu füttern ist sehr wahrscheinlich nicht gesundheitsfördernd. Allerdings verspeist sie von Natur aus ihre Beute fast immer komplett – mit (oft pflanzlichem!) Mageninhalt, Knorpel, Knochen, Fell etc. Das gilt es vor allem zu beachten, wenn man Futter selbst zubereiten möchte und bei Fleisch in erster Linie an Muskelfleisch denkt.
Als Biologin bin ich übrigens nicht überzeugt, dass man Katzen nicht auch rein mit pflanzlichen Proteinen ernähren KANN, solange diese alle für sie essentiellen Aminosäuren enthalten und künstlich Taurin zugefügt wird.

Industriell hergestelltes Fertigfutter für Kaninchen, Nager und Vögel ist häufig zu einseitig auf das Verdauungssystem dieser Tiere ausgerichtet, das ja schon mit dem Einsatz von Zähnen und Schnabel beginnt: deren notwendige Abnutzung wird oft gar nicht berücksichtigt.
Die Möglichkeiten, die die Natur, ein Garten, Balkon oder auch nur Töpfe vor einem Fenster zur Ernte eigener Futtermittel bieten, bleiben vielleicht oft ungenutzt. Wer sich selbst das Sammeln oder die Anzucht und Ernte nicht zumuten möchte, findet heutzutage alle möglichen Saaten, Nüsse, Kräuter, Gemüse- und Obstsorten, frisch oder getrocknet, leicht im nächsten größeren Supermarkt oder notfalls über den Versandhandel.

Als Futterzusatz zur gesunden Nahrungsergänzung, aber auch als Tees, für Auflagen und Umschläge, lassen sich die Heilkräfte der Natur in Form von Kräutern und Gewürzpflanzen, Ölen und Pflanzensäften nutzen, um diversen Krankheitssymptomen zu begegnen: Sie wirken oft nicht so stark wie synthetisch hergestellte Medikamente, haben aber dafür auch geringere Nebenwirkungen! Außerdem haben sich Tiere in ihrer Evolution über lange Zeiträume zusammen mit der Natur entwickelt und an ihre „Kräfte“ angepasst, so dass ihr Stoffwechsel viel leichter mit natürlichen Wirkstoffen umgehen kann bzw. sie giftige Stoffe von Natur aus eher meiden.

Bei aller wissenschaftlichen Herangehensweise lasse ich bei meiner ganzheitlichen Betrachtung die emotionale Seite der Fütterung – die Liebe, die durch den Magen geht – natürlich nicht außer Acht, damit sie Ihnen und Ihrem Tier auch viel Freude bereitet!

Ich erstelle Ihnen gerne einen individuellen Ernährungsplan, welche Futtermittel und -zusätze für Ihr Tier geeignet sind, zur täglichen Fütterung oder eher hin und wieder als Leckerli, und welche sogar giftig und schädlich sein können.
Für genaue Futteranalysen und -berechnungen, an die Sie sich dann halten können, empfehle ich Ihnen allerdings eine/n Tierernährungsberater/in: Ich setze eher darauf, systematisch eine möglichst breite Palette an – aus biologischer Sicht für Ihr Tier geeignetem – Futter anzubieten. Durch genaues Beobachtungen und Notizen, zu denen ich Sie gerne anleite, können Sie am Ende das individuell auf Ihr Tier abgestimmte Futter zusammenstellen.

Auch hinsichtlich der (Körper-)Pflege Ihres Tieres kann ich Ihnen in erster Linie helfen, selbst herauszufinden, worauf Sie im Sinne der Gesundhaltung Ihres Tieres besonders achten sollten und wobei bzw. wie Sie Ihrem Tier eventuell behilflich sein können.

Für die Zukunft habe ich geplant, „Kräuterführungen für Haustiere“ anzubieten – halten Sie die Augen offen nach einer Ankündigung oder kontaktieren Sie mich, wenn Sie selbst gerne eine Führung veranstalten und eine Idee haben, wo und wann Sie das gerne umsetzen würden.